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Tana Hell

Ich mache keine besonderen Fotos, ich halte nur für mich besondere Momente fest.

Die Fotografien von Tana Hell erzählen Geschichten. Eingebunden in narrative Strukturen stehen sie metaphorisch für Sehnsüchte und Ängste des Menschen.

 

Tanas (Jahrgang 1971) künstlerische Ausdrucksmittel sind das Schreiben und Fotografieren. Schon früh entdeckte sie das Potential des Wortes und verfasste mit 11 Jahren ihr erstes Gedicht. Dieser Leidenschaft ging sie mit dem Studium der Sprach- und Medienwissenschaften an der Universität in Hamburg nach. Als Tana zum 30. Geburtstag eine analoge Nikon EM geschenkt bekam, offenbarten sich ihr die Möglichkeiten der visuellen Bildsprache. Abenteuerlust und Fernweh führten sie wiederholt ins Ausland. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Südamerika bereist sie nun von ihrer Heimatstadt Berlin aus die Welt, um mit dem Fotoapparat als Reisebegleiter die Sehnsucht nach dem Unbekannten zu stillen. 

 

Die Fotografien legen Zeugnis ab von Szenen und Situationen, Begegnungen und Begebenheiten. Mit den Mitteln der Fotografie bewahrt Tana die Flüchtigkeit des Augenblickes; sie lässt ihn erstarren und haucht ihm zugleich neues Leben ein. Sie erweitert den motivischen Inhalt um eine metaphorische Bedeutungsebene, um existentielle Hoffnungen und Ängste zu visualisieren.

Eingefasst in das rechteckige Bildformat erhält die Wirklichkeit einen formalen Bezugsrahmen, der Farb- und Formrelationen in einen ästhetischen Zusammenhang transferiert. Tana überträgt die Strukturen ihres Motivs in die fotografische Bildsprache: Durch die Hell-Dunkel-Abstufungen der Schwarz-Weiß-Aufnahmen sowie die Wahl der Perspektive verstärkt sie die Dramatik der Szenerie.