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Richard Wurm

Richard Wurm interessiert sich in seiner künstlerischen Arbeit für die Visualisierung der Vergänglichkeit. Seine abstrakten Malereien sind inspiriert von urbanen Szenen des Verfalls. Abbröckelnder Putz, halb abgerissene Plakate an Litfasssäulen, Graffiti: All diese Eindrücke fließen in seine Bildwelt mit ein.

 

Richard (Jahrgang 1971) studierte Bauwesen an der TU München. Der Diplomingenieur ist als Künstler Autodidakt. Schon als Jugendlicher malte und zeichnete der gebürtige Dachauer, doch erst seit 2006 widmete er sich intensiv seiner künstlerischen Tätigkeit und zeigte seine Werke erstmals in Ausstellungen. Die Titel seiner Werke sind mathematische Gleichungen oder Formeln und damit ein Hinweis auf die Ausbildung sowie den eigentlichen Beruf des Künstlers. 

 

Die leuchtenden manchmal sogar grellen Farben stehen im starken Kontrast zur ursprünglichen Inspirationsquelle des Künstlers. Ähnlich den Malern der lyrischen Abstraktion steht der Akt des Malens und nicht die Bildidee im Vordergrund. Die Arbeitsweise selbst ist ein emotionaler Akt. Gefühle und Emotionen fließen beinahe ungefiltert in den Malprozess mit ein. Arbeitsspuren sind in Richards Werken immer erkennbar. Sie sollen vom Betrachter wahrgenommen werden, Schicht für Schicht kann er so in die großformatigen Malereien eintauchen. 

 

(Copyright Foto: Andreas Köhler)