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Christoph Ziegler

Für mich wird der Alltag mit seinen Pannen, Tabus, Unzulänglichkeiten und Ritualen immer mehr zur Quelle meiner künstlerischen Inspiration. Die alltäglichsten und banalsten Dinge verwandeln sich in den Rohstoff für Arbeiten, in der die Realität neu arrangiert wird.

Bananen, Gurken, Küchenmesser, Gartenkräuter, Baseballschläger und Toilettenbürsten inszeniert Christoph Ziegler vor dem Hintergrund fernöstlicher Philosophie als spirituelle Motive des Innehaltens. Die Banalität der Alltagswelt trifft auf die Exotik fremder Kulturen.

Christoph (Jahrgang 1973) lebt und arbeitet in Hamburg und Athen. Nach seinem Studium der Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin führte ihn ein Stipendium an die École des Beaux-Arts in Marseille. Es folgten weitere Stipendien und Ausstellungen in Berlin, Hamburg, Dresden und Athen. Christophs Installationsprojekte im öffentlichen Raum waren bereits in zahlreichen Städten zu sehen: Im Rahmen des Projekts Das Utopische Institut in Leipzig, Weimar, Skopje, Hamburg und Dessau, sowie 2009 im Skulpturenpark Berlin und 2011 im Rahmen des Kunstprojekts Kioskfree in München.

Die „Mandalalas“ von Christoph Ziegler laden dazu ein, über den alltäglichen Mikrokosmos zuhause zu meditieren. Mit seiner farbintensiven Collagenserie spielt der Künstler ironisch auf den Siegeszug östlicher Philosophie in die heimischen Wohnzimmer, Küchen und Badezimmer an. Er übernimmt das konzentrische Motiv des Mandalas, dem als Meditationsobjekt meist magisch-spirituelle Bedeutung beigemessen wird, und ersetzt dessen Bildsprache durch gesampelte Fotografien von Pflanzen und Alltagsgegenständen. Somit werden die Objekte von ihrer Funktion entfremdet und als ästhetische Elemente in die heiter-ironische Komposition integriert, die das westliche Feng Shui der Haushaltsführung widerspiegelt.

Prestigious exhibition

Bedeutende Einzelausstellungen